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Informatik und Sport

Trainingssimulator zur Arthroskopie am virtuellen Kniegelenk.

Trainingssimulator zur Arthroskopie am virtuellen Kniegelenk. © Fraunhofer IGD

Das Wissenschaftsjahr 2006 steht auch im Zeichen des Sports. Während der 18. Fußball-Weltmeisterschaft ist in Deutschland die Informationstechnologie immer am Ball: In der Hochleistungswelt der Spitzensportler bricht die Informatik ständig neue Rekorde.

Rund 3,5 Milliarden Menschen werden im Juni 2006 sehen, wie der Anstoß beim Eröffnungsspiel der Fußball-WM erfolgt. Damit die Fernsehzuschauer in der ganzen Welt ein ungetrübtes sportliches Vergnügen erleben können, operiert im Hintergrund ein komplexes Netzwerk an Techniken, die dank Informatik ihrer Aufgabe gerecht werden.



Die Fussball-WM 2006

In diesem Jahr wird die Fussball-WM zum ersten Mal vollständig in dem digitalen Fernsehstandard High Definition Television (HDTV) übertragen. Die HDTV-Technik liefert ein gestochen scharfes Bild mit einer viel höheren Auflösung und einer fünfmal größeren Datenmenge pro Sekunde gegenüber herkömmlichen Fernsehbildern. Auch die Art der Spielübertragung hat sich durch die Informatik in den letzten Jahren grundlegend geändert. Noch vor zehn Jahren waren Fernsehkameras zu groß und zu schwer, um mitten im Geschehen zu sein, heute finden hochauflösende Minikameras den günstigsten Blickwinkel für Fernsehbilder. Mehr

Trendwende in der Sportberichterstattung

Durch Informatik wird auch die Sportberichterstattung abwechslungsreicher, informativer und spannender. Digitale Miniatursensoren sorgen beispielsweise in vielen Hochleistungssportarten dafür, dass Fernsehzuschauer einen Eindruck der physikalischen Kräfte erhalten. Computersysteme können die Geschwindigkeit eines Speers oder den Pulsschlag eines Radrennfahrers berechnen und diese Daten im Bild einblenden. In Computermodellen werden Formeln aufgestellt, in denen Ursachen  Verletzungen, Zustand des einzelnen Spielers, die Ergebnisse der vergangenen Saison  mit Wirkungen, Torchancen und Verletzungsgefahr verknüpft werden. Mehr

Computersimulationen und Training

Auch jenseits der Berichterstattung ist in vielen Leistungssportarten eine beträchtliche Menge Informatik zu finden. Sportler und ihre Trainer nutzen die Informatik etwa bei Fehlstartanalysen, bei der Auswertung von Körperhaltung und Spieltechnik oder als Trainingsinstrument. Computersimulationen helfen Sportlern schon heute, durch die genaue Berechnung des Energiestoffwechsels der Muskulatur ein optimales Trainingsprogramm zu entwickeln. Das führt zu Leistungssteigerungen und zum Rückgang von Verletzungen. Einerseits ruft dies Verwunderung und Neugierde darüber hervor, wie diese Spitzentechnik funktioniert. Wie gelingt es Informatikern immer genauer, die Vorgänge im menschlichen Körper zu erfassen und auf dieser Basis Modelle zu erstellen und Vorhersagen zu entwickeln? Andererseits stellt sich auch die Frage: Wie viel Perfektion braucht der Mensch?

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