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Die Akteure im Informatikjahr 2006

Zahlreiche Institutionen und Einrichtungen aus ganz Deutschland trugen mit ihrem Engagement zum Erfolg des Informatikjahres 2006 bei. Die Akteure hatten das siebte Wissenschaftsjahr über ein Jahr lang geplant und vorbereitet. Sie waren gleichzeitig mit eigenen Veranstaltungen in die Durchführung des Informatikjahres eingebunden. 

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) richtet gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog seit dem Jahr 2000 die Wissenschaftsjahre aus. Die Wissenschaftsjahre ermöglichen den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit auf Augenhöhe. Ziel ist es, die Wissenschaft für alle zugänglich zu machen, das Interesse der breiten Öffentlichkeit an Wissenschaft zu verstärken und junge Menschen für wissenschaftliche Themen zu begeistern und zum Mitmachern anzuregen.

In jedem Wissenschaftsjahr steht eine Wissenschaftsdisziplin im Mittelpunkt: 2000: Jahr der Physik, 2001: Jahr der Lebenswissenschaften, 2002: Jahr der Geowissenschaften, 2003: Jahr der Chemie und 2004: Jahr der Technik. Im Jahr 2005 wurde Albert Einstein gefeiert, das Wissenschaftsjahr 2006 steht im Zeichen der Informatik und ihrer Anwendungen.


Folgende weitere Einrichtungen und Institutionen sind in die Vorbereitung und Durchführung des Informatikjahres eingebunden und beteiligen sich mit eigenen Veranstaltungen:

Wissenschaft im Dialog

Wissenschaft im Dialog (WiD), 1999 von den führenden deutschen Wissenschaftsorganisationen und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit Unterstützung des BMBF gegründet, fördert den Dialog zwischen der Wissenschaft und der breiten Öffentlichkeit. Zentrales Element der Arbeit von Wissenschaft im Dialog ist der Wissenschaftssommer  ein großes Wissenschaftsfestival, das jährlich an wechselnden Orten in Deutschland stattfindet. Im Informatikjahr ist der Wissenschaftssommer mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten und Veranstaltungsangebote in München zu Gast.

Gesellschaft für Informatik

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist im Informatikjahr 2006 ein herausgehobener Partner. Die GI ist mit rund 24.500 Mitgliedern die größte Informatikfachvertretung im deutschsprachigen Raum. Sie wurde 1969 gegründet, um die Informatik als Wissenschaft zu fördern und den Gedankenaustausch zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zu ermöglichen. Die GI unterstützt die fachliche und berufliche Arbeit von Informatikerinnen und Informatikern, sie gibt Fachpublikationen heraus, sie wirkt mit im Vorfeld politischer Planung und Gesetzgebung zur Forschungs-, Bildungs- und Technologiepolitik, sie fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs, sie richtet Informatik-Wettbewerbe aus und führt fachliche Kommunikationsforen (Arbeitstreffen, Tagungen, Kongresse und Ausstellungen) durch.

Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e. V. (BITKOM) vertritt 1.300 Unternehmen, davon 700 Direktmitglieder mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Produzenten von Endgeräten und Infrastruktursystemen sowie Anbieter von Software, Dienstleistungen, neuen Medien und Content. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

Bundeswettbewerb Informatik

Der Bundeswettbewerb Informatik (BWINF) besteht seit 1980 und wird von der Gesellschaft für Informatik gemeinsam mit der Fraunhofer-Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik jährlich durchgeführt. Der BWINF wendet sich an Jugendliche bis 21 Jahre. Ziel des Wettbewerbs ist es, Interesse an der Informatik zu wecken und zu intensiver Beschäftigung mit ihren Inhalten und Methoden sowie den Perspektiven ihrer Anwendung anzuregen. Der Wettbewerb wird jährlich ausgeschrieben, beginnt immer im September und besteht aus drei Runden. Die Sieger des Wettbewerbs werden zur Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen. Zusätzlich werden Geld- und Sachpreise vergeben.

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die zentrale Selbstverwaltungseinrichtung der Wissenschaft zur Förderung der Forschung an Hochschulen und öffentlich finanzierten Forschungsinstitutionen in Deutschland. Die DFG dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen durch die finanzielle Unterstützung von Forschungsvorhaben und durch die Förderung der Zusammenarbeit unter den Forschern. Sie setzt wichtige Impulse für die internationale Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen, holt junge Talente an den Wissenschaftsstandort Deutschland und berät Parlamente und Behörden in wissenschaftlichen Fragen bei politischen Entscheidungsprozessen.

Fakultätentag Informatik

Der Fakultätentag Informatik vertritt die gemeinsamen Belange seiner Mitglieder im Hinblick auf eine Förderung der Zusammenarbeit in allen wissenschaftlichen Fragen und die Koordinierung der Ausbildung im Bereich Informatik. Seine Mitglieder sind Fakultäten oder Fachbereiche von Universitäten und ihnen gleichgestellte Hochschulen, die Diplom-Informatiker ausbilden und promovieren und habilitieren. Der Fakultätentag Informatik ist einer der 16 bei der Hochschulrektorenkonferenz akkreditierten Fakultätentage der deutschen Universitäten.

Fraunhofer-Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik

Die Fraunhofer-Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) ist der größte Institutsverbund innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft. In den 17 Mitgliedsinstituten der IuK-Gruppe arbeiten 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere Fraunhofer-Verbünde gibt es für die Forschungsbereiche Mikroelektronik, WerkstoffeDBauteile, Oberflächentechnik und Photonik, Produktion, Life Sciences sowie Verteidigungs- und Sicherheitsforschung. Insgesamt sind etwa 12.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an circa 80 Fraunhofer-Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland tätig. Für den IuK-Bereich ist die IuK-Gruppe Anlaufstelle für Partner aus Industrie und Forschung sowie Medien. Die enge Vernetzung der Institute ermöglicht gezielte, branchenspezifische und ganzheitliche Lösungen aus der anwendungsorientierten Forschung: maßgeschneiderte IT-Lösungen, kompetente Technologieberatung sowie Vorlaufforschung für neue Produkte und Dienstleistungen. Durch internationale Forschungsprogramme sind die Institute zudem weltweit mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen vernetzt.

IG Metall

Die IG Metall wurde 1891 gegründet. Heute sind in der IG Metall rund 2,4 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Metallindustrie, des Metallhandwerks, der Textil- und Bekleidungsindustrie, der Holz- und Kunststoff-industrie sowie der Informations- und Kommunikationsindustrie zusammengeschlossen. Die IG Metall vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in Betrieb und Gesellschaft. Die Leistungen reichen von der Arbeitsrechtsberatung bis zu Veranstaltungsreihen zu verschiedenen Themen.

Initiative D21

Die Initiative D21 ist Europas größte Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft (Public Private Partnership). Sie besteht aus einem Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -organisationen aller Branchen, die gemeinsam mehr als eine Million Menschen in der Bundesrepublik beschäftigen. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, durch bessere Bildung, Qualifikation und Innovationsfähigkeit wirtschaftliches Wachstum zu stimulieren und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu sichern. Dafür setzt sich die Initiative gemeinsam mit politischen Partnern bei praxisorientierten und interdisziplinären Projekten ein. Alle Maßnahmen von D21 besitzen einen engen Bezug zu Informations- und Kommunikationstechnologien, einer entscheidenden Basis für die Zukunft Deutschlands.

Kompetenzzentrum Technik  Diversity  Chancengleichheit

Das Kompetenzzentrum Technik  Diversity  Chancengleichheit, ehemals Frauen geben Technik neue Impulse e. V., bündelt strategische Projekte zur Chancengleichheit in IT, Technik und Naturwissenschaft. Die Arbeit des Vereins gliedert sich in drei Kompetenzfelder: Digitale Integration, Bildung, Weiterbildung und Beruf und Hochschule, Wissenschaft und Forschung. Zu den Aktivitäten des Vereins zählen Projekte wie Frauen ans Netz und Online-Kompetenz für die Generation 50plus, die Koordination des bundesweiten Girls`Day, das Bundesausbildungsprojekt idee_it sowie der Hochschulwettbewerb Get the Best. Ein vorrangiges Ziel des Kompetenzzentrums ist es, die Entwicklung und die Perspektiven zu diesen Themen aufzuzeigen und den Zugang zu Ressourcen gleich zu verteilen.

Max-Planck-Gesellschaft

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) zur Förderung der Wissenschaften e.V. ist eine unabhängige gemeinnützige Forschungsorganisation. Sie wurde am 1948  in Nachfolge der bereits 1911 errichteten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften  gegründet. Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält derzeit 78 Institute und Forschungseinrichtungen in Deutschland; drei Institute und mehrere Außenstellen befinden sich im Ausland.
1990 wurde das Max-Planck-Institut für Informatik in Saabrücken eröffnet. In den Instituten und Forschungseinrichtungen sind rund 12.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa 4.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, beschäftigt. Im Rahmen der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung arbeiten darüber hinaus rund 9.600 Doktoranden, Postdoktoranden, Gastwissenschaftler und studentische Hilfskräfte in den Instituten der Max-Planck-Gesellschaft.

RoboCup 2006 und Robocup Junior

Die RoboCup Weltmeisterschaften 2006 werden von der Hanseatischen Veranstaltungsgesellschaft mbH und dem Technologie-Zentrum Informatik der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Nationalkomitee RoboCup veranstaltet. 

Logo RoboCup Junior

Das Ziel von RoboCupJunior - einer weltweiten, projektorientierten Bildungsinitiative für junge Menschen - besteht darin, Teams von Kindern und Jugendlichen zur kreativen Arbeit in Robotik-Projekten anzuregen und technische Fertigkeiten in zukunftsorientierten Disziplinen zu fördern. Bei den jährlichen RoboCup-Weltmeisterschaften finden auch die Weltmeisterschaften des RoboCupJunior in den Disziplinen Fußball, Tanz und Rescue statt. Für die RoboCup Weltmeisterschaften 2006 in Bremen werden 1.500 Junior-Teilnehmer aus aller Welt erwartet.

 

VDE  Verband der Elekrotechnik, Elektronik, Informationstechnik

Der VDE ist mit 34.000 Mitgliedern, davon 1.250 Unternehmen, einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. VDE-Tätigkeitsfelder sind der Technikwissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung der Schlüsseltechnologien Elektro- und Informationstechnik und ihrer Anwendun-gen. Der VDE engagiert sich für ein besseres Innovationsklima, eine moderne Ingenieurausbildung und eine hohe Technikakzeptanz. Die VDE-Technologie-gebiete sind die Informationstechnik, Energietechnik, Medizintechnik, Mikro-elektronik, Mikro- und Nanotechnik und Automation.

VDI  Verein Deutscher Ingenieure und Technologiezentren

Der Verein Deutscher Ingenieure ist mit 125.000 Mitgliedern der größte tech-nische Verein Europas. Er versteht sich als Dienstleister und als Interessens-vertretung von Ingenieuren und Technik. Als gemeinnützige Verein vertritt er die berufs- und gesellschaftspolitischen Interessen seiner Mitglieder. Der VDI pflegt und entwickelt ein lebendiges Netzwerk auf regionaler, nationaler und internati-onaler Ebene. Er verbindet Technik und Wissenschaft  greift technische Ent-wicklungen auf, um sie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) ist eine internationale Kulturinstitution. Das ZKM reagiert auf die schnelle Entwicklung der Informationstechnologien und den Wandel der sozialen Strukturen. In seiner Arbeit vereint das ZKM Produktion und Forschung, Ausstellungen und Veranstaltungen, Vermittlung und Dokumentation. Mit dem Museum für Neue Kunst, dem Medienmuseum, dem Institut für Bildmedien, dem Institut für Musik und Akustik und den jüngeren Abteilungen Institut für Grundlagenforschung, Institut für Medien und Wirtschaft sowie dem Filminstitut verfügt das ZKM über vielfältige Möglichkeiten zur Entwicklung von interdisziplinären Projekten und internationalen Kooperationen.

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