Der Innovationszyklus der Informationstechnologie wird vor allem in den Bereichen Kultur und Entertainment ständig kürzer. Dank Informatik vergeht immer weniger Zeit von der Idee bis zur Produktion. Neue Produkte werden immer öfter am Computer entwickelt, getestet und für die Serienproduktion optimiert. Dies gilt für alle Bereiche, in denen sich die Informatik etabliert, wirkt sich aber besonders stark in der Konsumentenelektronik aus.
Abgesehen von den spannenden technischen Herausforderungen, die eine immer schnellere Innovation mit sich bringt, kann aus Konsumentensicht aber auch gefragt werden, wie sinnvoll die Entwicklung einer Technik ist, die, heute gekauft, morgen bereits veraltet sein wird. Wohin führt diese Verkürzung des Innovationszyklus? Eine gedruckte Bibel hält mehr als ein halbes Jahrtausend, ein Gemälde ist auch nach hunderten von Jahren noch schön, Familienfotos sind mehr als ein Jahrhundert haltbar. Bedroht die Kurzlebigkeit der neuen Techniken nicht das gesammelte Wissen und die Kulturgeschichte unserer Gesellschaft?
Die Nutzbarkeit digitaler Medien zu bewahren, ist eine immense Herausforderung für die Informatik. Weltweit setzen Nationalbibliotheken, Forschungsinstitute und Computerfirmen daher verstärkt Mittel ein, um digitales Kulturgut zu erhalten. Auch hier gilt also: Dank Informatik können wir die Voraussetzungen schaffen, dass unser gesellschaftliches Wissen in den Bereichen Entertainment und Kultur auch in hunderten von Jahren noch nutzbar sein wird.