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Entertainment

Die Digitalisierung ist in allen Bereichen des Entertainments schon weit vorangeschritten. So erobern digitale Fotokameras derzeit den Markt und ersetzen herkömmliche Modelle in einem rasanten Tempo. Der Marktanteil kleiner digitaler Musikabspielgeräte (MP3-Player) wuchs gegenüber dem Vorjahr um 170 Prozent. Das 21. Jahrhundert verabschiedet sich außerdem von der über ein Jahrhundert alten Bildröhre. Die Kathodenstrahlröhre hat sich seit ihrer Erfindung 1897 als eine der erfolgreichsten elektronischen Erfindungen aller Zeiten erwiesen. Technisch blieb nichts unversucht, die analoge Röhre zu ersetzen. Es ist der Informatik zu verdanken, dass in den letzten Jahren ein Weg gefunden wurde, mit dem digitalen Flachbild-Fernseher Bilder zuverlässig und technisch brillant zu erzeugen. Jedes vierte verkaufte Gerät ist inzwischen ein Flachbildschirm. 

Auch in den Ton- und Fernsehstudios setzt sich die digitale Technik zunehmend durch. Die Umstellung der Studios von analoger auf digitale Technik beschäftigt die Industrie schon seit mehr als 20 Jahren und hat mit dem Einzug der IT-Technik begonnen, die am Anfang hauptsächlich für die Aufzeichnung bestimmt war. Inzwischen sind in den meisten Studios komplexe Systeme installiert, die digitale Ton- und Bildaufnahmen als Datei speichern, verwalten und über ein Computernetzwerk für ganze Produktionsteams zur Verfügung stellen. Die Informatik hat dabei systematisch analysiert, wie der Informationsfluss in den Studios sein muss und geeignete Software und Computersysteme dafür bereitgestellt. 

In den Kinos setzt sich die digitale Technik ebenfalls durch. Digitales Kino ist nach hundert Jahren Zelluloid die größte bahnbrechende Entwicklung. Statt analoger Speicherung und Verarbeitung auf Filmrollen werden die Aufnahmen als digitale Daten gespeichert und am Computer bearbeitet. Der Informatik ist es zu verdanken, dass die Fülle der für ein scharfes, leinwandgroßes Bild benötigten Daten auf praktikable Mengen reduziert werden kann. Ohne Software, die die Bilder digital komprimiert, wären eine Bearbeitung am Rechner sowie die digitale Projektion undenkbar. Die Vorteile der Digitalisierung der Kinotechnik sind vielfältig: Filme müssen nicht mehr auf Zelluloidrollen kopiert und verteilt werden. Stattdessen können digitale Dateien über Satelliten oder Glasfasernetzwerke an die Kinos verschickt werden. Das senkt die Verbreitungskosten und ermöglicht kürzere Distributionszeiten. Auch die Bildqualität ist heutzutage vergleichbar mit den besten Zelluloidaufnahmen. Weil digitale Dateien sich ohne Verschleiß kopieren und vorführen lassen, ist die Bildqualität der digitalen Filmkinos im Allgemeinen sogar höher. 

Die Informatik hat der Filmindustrie geholfen, Kosten zu sparen und die Qualität zu steigern. Nach wir vor stellt die Filmpiraterie ein Problem dar. Die Informatik gibt der Filmindustrie hier Mittel zur Bekämpfung an die Hand: So verhindert beispielsweise ein von der Software im Film angebrachtes Wasserzeichen den Live-Mitschnitt im Kino. Die illegale Aufnahme wird durch Flimmern unbrauchbar, da die Software des Projektors dafür sorgt, dass Kinobilder mit einer Lichtmodulation versehen werden. Sie ist mit bloßem Auge nicht sichtbar, stört aber die Aufnahmegeräte. Außerdem werden Filme während der Auslieferung bis zum Abspielen im Kino digital verschlüsselt, so dass nur der richtige Öffnungscode es ermöglicht, die Filmdatei zu öffnen.

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